Die Sommerzeit kommt!

Die Sommerzeit steht vor der Tür

Bald ist es wieder soweit: Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Das heisst 8 Uhr morgens ist für unseren Körper eigentlich immer noch 7 Uhr. Uns wird eine Stunde Schlaf gestohlen, aber dafür dürfen wir uns auf den Sommer freuen und abends bleibt es etwas länger hell.

Auch wenn es nur eine Stunde ist, kann manchen von uns diese Umstellung doch ganz schön durcheinander bringen. Andere haben damit überhaupt keine Probleme.

So geht es unseren Kindern auch. Auch wenn viele Babys und Kinder die Umstellung mit Links wegstecken, dann kann bei anderen diese eine kleine Stunde den gerade so schön gefestigten Tag- und Nachtrhythmus wieder völlig durcheinander bringen.

Der Rhythmus von Essen und Schlafen ändert sich eigentlich nur um eine Stunde. Aber warum macht diese relativ kleine Umstellung uns solche Schwierigkeiten?

Der Grund für dieses Durcheinander ist unser Biorhythmus – die innere Uhr, die quasi aus dem Takt kommt. Alle Lebewesen werden durch Hormone gesteuert, die uns genau sagen, wann es Zeit zum Essen, Schlafen, usw. ist. Stehen wir plötzlich eine gefühlte Stunde früher auf, hat sich die Melatoninproduktion noch nicht angepasst. Blutdruck und Puls sind noch niedrig. Eigentlich schlafen wir noch. Abends dann das umgekehrte Spiel: Wir werden einfach nicht müde. Besonders mühsam ist das, wenn man die Kleinen gerade eben so schön an feste Still-, Fläschchen- oder Schlafenszeiten gewöhnt hatte.

Einen Vorteil bringt die Umstellung auf Sommerzeit allerdings für alle Eltern, die unter einem notorischen kleinen Frühaufsteher zu leiden haben: Dein Kind wird nun ein Stündchen länger schlafen und um 6 Uhr statt bisher um 5 Uhr früh auf der Matte stehen.

Wie kommen Babys und kleine Kinder mit der Zeitumstellung besser klar?

Gerade bei kleineren Kindern ist es ratsam die Kinder langsam auf die Zeitumstellung vorzubereiten und nicht einfach eine Stunde früher ins Bett zu bringen. 

Wenn Kinder etwa zehn Jahre alt sind, gewöhnt sich ihr Körper leichter an die Zeitumstellung. Die Verschiebung um eine Stunde macht ihnen dann nicht mehr viel aus. Aber kleine Kinder auf die Umstellung vorzubereiten ist eine gute Idee.

Schritt für Schritt:

Bring dein Baby oder Kind schon ein paar Tage vor der Umstellung etwas früher ins Bett. Beginne damit es 15 Minuten früher ins Bett zu legen. Mache das ein oder zwei Tag und schaue wie dein Kind damit klar kommt. Dann wieder 15 Minuten für ein paar Tage usw. Solange bis du die eine Stunde erreicht hast.

Macht dein Kind noch Mittagsschlaf, leg auch diesen Schritt für Schritt etwas nach vorne, dann fällt das Schlafengehen abends leichter.

Ein grosser Trugschluss ist, den Mittagsschlaf ausfallen zu lassen oder zu kürzen, weil du vielleicht denkst, dass dein Kind dann abends müder ist. Das ist nicht der Fall, im Gegenteil: Übermüdete Kinder schlafen abends oft schwerer ein und wachen Nachts öfters auf.

Kindergarten- und Schulkinder, die morgens pünktlich aufstehen müssen, trifft die Umstellung oft besonders hart. Den Größeren unter ihnen kann man die Zeitumstellung schon erklären. Dann verstehen sie besser, warum sie plötzlich früher ins Bett gehen sollen.

Achte auf die veränderten Lichtverhältnisse:

Die Umstellung auf Sommerzeit macht meistens grössere Probleme als die Winterzeit. Denn es ist abends länger hell.

Wichtig ist es, dass der Schlaf des Kindes dadurch nicht durcheinandergebracht wird. Lichtundruchlässige Rollos oder Fensterläden können helfen.

Mache das Zimmer abends schön dunkel, das erleichtert das Einschlafen. Morgens dann genau umgekehrt – es sollte schön hell sein, dann wacht dein Kind leichter auf. Wecke dein Kind gegebenenfalls in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung, sonst sind Schwierigkeiten abends mit dem zu Bettgehen vorprogrammiert.

In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung verzichte auch auf Fernsehen vor dem zu Bett gehen. Damit sind auch Tabletts und Handys gemeint. Denn dadurch sind die Kinder häufig aufgedreht und finden schlechter in den Schlaf. Ausserdem strahlen diese Geräte blaues Licht aus, welches die Melatoninproduktion im Gehirn stoppt. Selbst wenn es einem nicht so vorkommt, wirkt dieses blaue Licht wie starkes, grelles Sonnenlicht. Also nicht ideal um müde zu werden.

Strukturen und Routinen beibehalten:

Wichtig ist, trotz all der Veränderung den normalen Tagesablauf beizubehalten. Das heißt, mache die gleiche Gute-Nacht-Routine wie immer und mache nicht plötzlich alles anders.

Auch wenn die Zeitumstellung vielleicht einige Tage für nächtliches Chaos sorgt, ändere nicht die Regeln. Bleib in den folgenden Wochen deshalb besonders konsequent und pass auf, dass sich nichts „einschleicht“. Wacht dein Kleinkind plötzlich nachts wieder auf und möchte zu dir ins Bett, dann bringe es ruhig aber bestimmt wieder in sein eigenes Bett. Schreit dein Baby nachts nach dir, da es nicht zurück in den Schlaf findet, dann versuche es in seinem eigenen Bettchen zu beruhigen.

Wichtig ist dass du deinem Kind zeigst, dass sich nur die Uhr geändert hat, aber eure Routinen und Regeln eben nicht. Widerstehe der Versuchung Nachts mit deinem Kind zu spielen oder Fern zu sehen wenn es einfach nicht schlafen möchte. Machst du zu viele Ausnahmen in dieser Zeit, dann wird dein Kind sehr lange and der Zeitumstellung zu knabbern haben  – und Mama auch!

Spätestens in der zweiten Woche nach der Umstellung sollte es auch abends wieder zur normalen Zeit ins Bett gehen.

Essenszeiten:

Mahlzeiten geben dem Tag Struktur. Sie sind sozusagen die unterbewussten Anhaltspunkte für die gefühlte Uhrzeit. Frühstück, Mittag oder Abendessen kannst du auch schon vor der Umstellung eine halbe Stunde früher zubereiten. Feste Still- oder Fläschchenzeiten kannst du peu á peu jeden Tag ein wenig vorziehen.

Den Tag aktiv gestalten:

Damit das Zubettgehen nach der Zeitumstellung möglichst ruhig und stressfrei abläuft, kann es auch helfen, gerade in den ersten Tagen darauf zu achten, dass dein Kinder die Möglichkeit hat, sich viel an der frischen Luft zu bewegen und den Tag aktiv zu verbringen.  Dann wird dein kleiner Schatz abends von alleine ein bisschen früher totmüde ins Bett fallen. Pass aber auf, dass, dein Kinder am Abend noch genug Zeit hat, sich von dem aufregenden Tag zu beruhigen. Sonst hast du genau das Gegenteil erreicht: ein quietsch fiedeles, aufgedrehtes Kind rennt quer durch die Wohnung und ist einfach nicht ins Bett zu bringen.

Auch eine leichte Kost vor dem Zubettgehen und die richtige Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad sorgt dafür, dass die Kleinen besser einschlafen können.

Mach dir keinen Stress:

Je ungezwungener du mit dem Thema Zeitumstellung umgehst, desto schneller wird sich auch dein Kind daran gewöhnen. Und zeige ihm auf keinen Fall dass du verunsichert oder gestresst bist. Denn diese Unsicherheit spüren auch schon sehr junge Säuglinge schnell und sie reagieren ihrerseits mit Verunsicherung und Protest.

Freue dich lieber auf den Frühling und den kommenden Sommer und geniesse die längeren Tage mit deiner Familie! Ich wünsche dir viel Spass….

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